Nachhal­tig­keits­ma­nage­ment durch Commu­ni­ty Building

Lesezeit: 9 Minuten
Unsere Welt zu einem nachhaltigen Wandel zu bewegen, erscheint nicht selten wie ein Kampf gegen Windmühlen. Die Vielzahl an Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, kann schnell dazu führen, dass wir den Mut verlieren. Im schlimmsten Fall verausgaben wir uns, ohne das Gefühl zu haben, eine Wirkung erzielt zu haben. Insbesondere Menschen, die etwas verändern könn(t)en und woll(t)en, fühlen sich oft kraftlos und bleiben weit unter dem Potenzial, das in ihnen steckt, um etwas in oder mit ihrem Unternehmen nachhaltig zu verändern. Gerade in Hinblick darauf, dass wir dringend eine gesellschaftliche, politische und wirtschliche Veränderung hin zu Nachhaltigkeit brauchen, ist dieser Zustand mehrfach problematisch.

Einleitung

Indem wir Gemeinschaft fördern und eine Community bilden, können wir uns gegenseitig in unserem Handeln für einen nachhaltigen Wandel unterstützen und ihn somit kollektiv vorantreiben. Wir können unsere Kräfte bündeln, um als Gruppe gemeinsam große Herausforderungen zu bewältigen. Ob innerhalb unseres Unternehmens oder darüber hinaus: Indem wir uns verbünden, kreieren wir unseren eigenen Katalysator für nachhaltigen Wandel.

Wenn wir merken, dass wir mit unseren Wünschen, Interessen und Visionen nicht allein sind, schöpfen wir Mut, Inspiration und neue Kraft, uns für (mehr) Nachhaltigkeit einzusetzen. Auf allen Ebenen hilft uns eine Community dabei, das Change Management für Nachhaltigkeit zu fördern, unser Potential sowie unsere Wirkung zu vervielfachen und gleichzeitig Freude daran zu haben. Wir erleben, dass wir etwas (Großes) verändern können und unser Tun von Bedeutung ist.

 

Inhaltsverzeichnis

Warum jedes (nachhal­ti­ge) Unter­neh­men eine Commu­ni­ty aufbau­en sollte

Commu­ni­ty­buil­ding zählt zu einer der Kerntä­tig­kei­ten des Impact-Hubs Hamburgs, um Perso­nen und Organi­sa­tio­nen in ihrer nachhal­ti­gen, unter­neh­me­ri­schen Tätig­keit zu unterstützen.

Aber was meinen wir überhaupt, wenn wir von Commu­ni­ty sprechen? Die Commu­ni­ty, oder Gemein­schaft, ist ein Ort der Inklu­si­on. Ein Ort, an dem Menschen über ein gemein­sa­mes Inter­es­se, eine gemein­sa­me Leiden­schaft oder einen gemein­sa­men Zweck mitein­an­der verbun­den sind. Es ist ein Ort, an dem Bezie­hun­gen aufge­baut und gepflegt werden.

Für Unter­neh­men bietet eine Commu­ni­ty vielfäl­ti­gen Mehrwert. Sie bietet sowohl intern den Nährbo­den für wertvol­le Bezie­hun­gen zwischen Kolleg*innen, als auch extern für Kund*innen, sich unter­ein­an­der und mit der (nachhal­ti­gen) Unter­neh­mens­mis­si­on zu verbinden.

Es gibt mindes­tens fünf gute Gründe, warum Commu­ni­ty­buil­ding wichtig ist:

  1. Commu­ni­ty poten­ziert die Wirkung unseres Handelns
  2. Eine Commu­ni­ty sorgt für das nachhal­ti­ge Dranblei­ben bei großen Herausforderungen
  3. Eine Commu­ni­ty ist der Geburts­ort von Botschafter*innen für nachhal­ti­gen Wandel
  4. Commu­ni­ty fördert Bindung – sowohl zwischen Kolleg*innen als auch von Kund*innen
  5. Commu­ni­ty eröff­net neue Möglich­kei­ten für dein Unternehmen

Wie man eine Gemein­schaft aufbaut

Jede Commu­ni­ty ist unter­schied­lich – und trotz­dem folgt ihr Aufbau immer einem ähnli­chen Muster, das du als Grund­la­ge verwen­den kannst. Egal, ob inner­halb deines Unter­neh­mens oder darüber hinaus – hier sind fünf einfa­che Schrit­te, durch die sich eine Commu­ni­ty von Grund auf aufbau­en lässt.

Bevor wir damit anfan­gen, sollten wir jedoch noch ein grund­le­gen­des Prinzip hervor­he­ben, das sich durch alle Schrit­te zieht: die Bitte um Feedback. Trete regel­mä­ßig mit deinen Mitglie­dern in Kontakt, um zu erfah­ren, wie es ihnen geht, was sie aus der Gemein­schaft gewin­nen und wie du die Erfah­rung für sie verbes­sern kannst. Sie werden es zu schät­zen wissen, dass du dich um sie kümmerst und sich mit dir verbun­den fühlen. Damit kannst du dafür sorgen, dass eine (mehrfach) nachhal­ti­ge Commu­ni­ty wachsen, gedei­hen und wirken kann.

Schritt eins: klein beginnen

Wie die meisten Dinge wird deine Commu­ni­ty nicht vom ersten Tag an riesig sein. Die erfolg­reichs­ten Gemein­schaf­ten begin­nen oft als kleine E‑Mail-Listen, infor­mel­le Unter­hal­tun­gen bei einem Kaffee, oder Netzwer­ken auf Veran­stal­tun­gen. Später werden sie zu etwas Bedeu­ten­dem heran­wach­sen, wenn man mehr über ihren Wert lernt und wenn die Mitglie­der zu autono­men Botschafter*innen der Gemein­schaft werden. Auch wenn klein anzufan­gen, Geduld erfor­dert und Skalie­rung zu Beginn nicht sicht­bar ist – habe den Mut, diesen Weg zu gehen. Die Mühe zahlt sich auf lange Sicht aus.

Wir beim Impact Hub Hamburg starte­ten damit unsere Idee zu validie­ren, indem wir Menschen mit Exper­ti­se, Erfah­rung und Einfluss bei einem Kaffee nach Feedback baten. Nach wenigen Monaten hatten wir eine enorme Sammlung an wertvol­len Gedan­ken und ein weitrei­chen­des lokales Netzwerk aufge­baut, welches sich beim weite­ren Aufbau unserer Gemein­schaft als sehr nützlich erwie­sen hat.

Indem du klein anfängst, testest, iterierst und dranbleibst, wirst du Wege finden, deine Commu­ni­ty zu skalie­ren, die du am ersten Tag nie sehen würdest.

Pro-Tipp: Wähle eine Handvoll Leute aus, mit denen du deine Idee teilen möchtest. Setze eine E‑Mail-Liste in Gang, erstel­le eine Facebook- oder Slack-Gruppe oder lade zu einem kleinen Treffen ein. Die Haupt­sa­che ist: Starte ein paar Gesprächs­an­fän­ge und sieh, wohin es dich führt.

Schritt zwei: eine Ebene der Exklu­si­vi­tät hinzu­fü­gen (und kommunizieren)

Exklu­si­vi­tät geht Hand in Hand mit klein anfan­gen. Einige Gemein­schaf­ten halten die Mitglie­der­zahl niedrig, um die Quali­tät hochzu­hal­ten. Andere finden einen Weg, um zu wachsen und diese Quali­tät zu erhalten.

Ein Beispiel für diese zweite Varian­te ist unser Impact Hub Hamburg. Wir fokus­sie­ren uns bewusst auf Gründer*innen und Start-ups, die sich mit den 17 Zielen für nachhal­ti­ge Entwick­lung identi­fi­zie­ren können und sich mit der Errei­chung dieser Nachhal­tig­keits­zie­le beschäf­ti­gen. Dadurch fühlen sich dieje­ni­gen, die Teil unserer Commu­ni­ty sind, in unserer Gemein­schaft aufge­ho­ben. Alle streben nach den gleichen Zielen und können sich diesbe­züg­lich unter­stüt­zen, während es eine deutli­che Abgren­zung zu anderen, in unserem Fall nicht-nachhal­ti­gen, nicht-kolla­bo­ra­tiv orien­tier­ten Gemein­schaf­ten gibt.

Die Exklu­si­vi­tät kann durch eine geziel­te Kommu­ni­ka­ti­on zusätz­lich betont oder sogar gestei­gert werden. Bei dem Beispiel unseres Impact-Hubs sprechen wir von „Hub Sailors“, die sich auf die Reise hin zu nachhal­ti­gen Wirtschaf­ten begeben und sich auf das Abenteu­er auf dem „Ozean des Impacts“ einlassen.

Wir alle wollen die Ersten sein, die das Richti­ge oder das zukunfts­fä­hi­ge Neue tun. Es bringt Menschen Spaß, Early Adopter zu sein und zu einer exklu­si­ven Gruppe dazuge­hö­ren, mit der sie sich identi­fi­zie­ren – und das kannst du auch nutzen. Mit dem Wissen über dein Unter­neh­men kannst du schnell erste Ideen entwi­ckeln, was die exklu­si­ve Ebene bei deiner Commu­ni­ty sein könnte.

Pro-Tipp: Lade eine kleine, ausge­wähl­te Gruppe an Menschen ein, sich deiner Gemein­schaft anzuschlie­ßen. Nutze diesen Prozess, um eine besse­re Vorstel­lung davon zu bekom­men, welchen Wert die ersten Mitglie­der in deiner Commu­ni­ty sehen. Kommu­ni­zie­re die Exklu­si­vi­tät der Gruppe und zeige den Mitglie­dern ihre Vortei­le auf.

Schritt drei:  einen Raum der Hilfs­be­reit­schaft schaffen

Die Mitglie­der deiner Gemein­schaft sind mehr fürein­an­der als für dich, als Communitybuilder*in da. Sie suchen nach einer Ressour­ce – einem siche­ren Ort, an dem sie sich über Leiden­schaf­ten und Inter­es­sen hinweg verbin­den können. Als Communitybuilder*in kannst du einen solchen „Safe Space“ erschaf­fen und nachhal­ti­gen Wandel vorantreiben.

Indem du ein Ethos der Hilfs­be­reit­schaft etablierst, schaffst du eine offene Umgebung, in der deine Commu­ni­ty­mit­glie­der lernen und sich austau­schen können. Haben sie einmal von anderen gelernt, werden sie den Gefal­len wahrschein­lich erwidern. Damit sorgst du für einen Raum, in dem alle sich gegen­sei­tig und anhand des überge­ord­ne­ten Ziels der Nachhal­tig­keit unter­stüt­zen können.

Themen, die deine Commu­ni­ty verbin­det, sind der optima­le Ausgangs­punkt für den „Safe Space“, den du errich­ten willst, um allen Mitglie­dern Mehrwert zu bieten. Beim Impact Hub geschieht dies zum Beispiel durch Forma­te wie das Food & Feedback: Gründer*innen können bei einem gemein­sa­men Mittag­essen expli­zi­te und akute Heraus­for­de­run­gen sowie Frage­stel­lun­gen mit anderen Mitglie­dern teilen und unver­züg­lich Feedback dazu erhal­ten. So wird die Kultur von Kolla­bo­ra­ti­on und Hilfs­be­reit­schaft geför­dert, während die gemein­sa­me Orien­tie­rung an den Nachhal­tig­keits­zie­len sowie der Gründungs­hin­ter­grund der Mitglie­der den vertrau­ten, siche­ren Rahmen dieses Forma­tes schafft.

Dieses Format hilft jedoch nicht nur den Fragen­den, sondern auch allen anderen. Sich mit den Heraus­for­de­run­gen anderer Menschen ausein­an­der­zu­set­zen lässt uns zusätz­lich nochmal über eigene Heran­ge­hens­wei­sen reflek­tie­ren und gibt uns ein gutes Gefühl anderen Menschen zu helfen.

Neben den physi­schen Forma­ten ist ein konstan­ter Austausch über virtu­el­le Platt­for­men wie Slack, Facebook oder Insta­gram hilfreich, um den Mitglie­dern die Möglich­keit zu geben, sich zu jeder Zeit mitein­an­der auszu­tau­schen. Auch bei Online-Räumen solltest du darauf achten, dass du eine siche­re Umgebung schaffst, die zu Hilfs­be­reit­schaft einlädt und eine konstruk­ti­ve statt destruk­ti­ve Kommu­ni­ka­ti­ons­kul­tur ermöglicht.

Pro-Tipp: Steige­re den Wert für deine Mitglie­der, indem du einen „Safe Space“ für gegen­sei­ti­gen Austausch ermög­lichst, in dem relevan­te Infor­ma­tio­nen geteilt werden können.

Vierter Schritt: Verbin­dun­gen herstel­len und selbst loslassen

Wir können niemals so klug sein wie die Gesamt­heit unserer Mitglie­der – egal ob es Kolleg*innen, Kund*innen oder beides sind. Was bedeu­tet das für dich? Höre mehr zu und vertraue darauf, dass die Menschen, die sich leiden­schaft­lich für eure gemein­sa­me Thema­tik inter­es­sie­ren, erstaun­li­che Dinge mit der Kontrol­le tun werden, die du ihnen gibst. Du kannst ohnehin nicht alles kontrol­lie­ren – und selbst wenn, solltest du es nicht.

Als Community-Builder*in und Moderator*in ist es deine Aufga­be, deine Mitglie­der mitein­an­der zu verbin­den – bring Gesprä­che in Gang und trete dann zurück. Sieh dich selbst als Start­hil­fe oder Kataly­sa­tor, der nach dem erfolg­rei­chen Anlau­fen nur noch bei Bedarf gebraucht wird. Du kannst dich nach der Vernet­zung jeder­zeit einschal­ten, um Fragen zu beant­wor­ten, Missver­ständ­nis­se auszu­räu­men oder um Ankün­di­gun­gen zu machen. Wichtig ist: Es geht darum, deinen Mitglie­dern die Möglich­keit zu geben, Verbin­dun­gen unter­ein­an­der aufzu­bau­en. Dies ist der Punkt, an dem du die Kontrol­le abgibst und auf die Kraft der Gemein­schaft, die du schaffst, vertrau­en kannst.

Um solche Verbin­dun­gen aufzu­bau­en, kannst du sowohl auf offline als auch online Forma­te zurück­grei­fen. Mit Facebook-Gruppen und Slack-Kanälen kann deine Gemein­schaft in kleine­re Gruppen aufge­teilt werden, um geziel­te Inter­es­sens­ge­bie­te – wie in unserem Fall des Hubs spezi­fi­sche Nachhal­tig­keits­zie­le oder Aktivi­tä­ten – zu disku­tie­ren. Du kannst auch den Austausch von direk­ten Botschafter*innen ermög­li­chen, um tiefe­re Eins-zu-Eins-Bezie­hun­gen aufzu­bau­en. Soweit es dir möglich ist, bieten offline Räume wie Begeg­nungs­stät­ten (bspw. unser Cowor­king Space) oder Events ebenso eine wertvol­le Gelegen­heit, um Kolleg*innen und/oder Kund*innen mitein­an­der zu vernetzen.

Du musst keine Angst haben, die Kontrol­le zu verlie­ren. Deine Gemein­schaft wird für die Möglich­kei­ten, die du ihr eröff­net hast, dankbar sein und deshalb loyal bleiben. Euer geteil­tes Ziel der Nachhal­tig­keit wird außer­dem dafür sorgen, dass die Kraft eurer Commu­ni­ty durch neu-geschaf­fe­nen Bezie­hun­gen umso stärker wird.

Pro-Tipp: Bringe ein paar Kolleg*innen und/oder Kund*innen in einer Veran­stal­tung oder im virtu­el­len Raum zusam­men und siehe, was passiert.

Fünfter Schritt: das Wort über deine Commu­ni­ty verbreiten

Sobald du eine solide Grund­la­ge hast – wie zum Beispiel fünf bis zehn Perso­nen, die sich regel­mä­ßig engagie­ren und eindeu­tig Nutzen aus deiner Commu­ni­ty ziehen – ist es an der Zeit, in die zweite Phase einzutreten.

Während der Durch­füh­rung der letzten vier Schrit­te hast du mehr über den Wert gelernt, den deine Gemein­schaft für das (nachhal­ti­ge) Wirken deiner Mitglie­der hat und wie du einen möglichst hohen Wert für sie schaf­fen kannst.

Du konntest eine Vorstel­lung davon gewin­nen, was Engage­ment auslöst und was nicht. Und du kannst Richt­li­ni­en für deine Commu­ni­ty auf Grund­la­ge frühe­rer Verhal­tens­wei­sen und der daraus gezoge­nen Lehren entwi­ckeln und implementieren.

Jetzt ist es an der Zeit, einige Mitglie­der dafür zu gewin­nen, und sich der Skalie­rung zu widmen. Es gibt verschie­de­ne Möglich­kei­ten, dies zu tun, und die effek­tivs­te hängt von der Art der Commu­ni­ty ab. Es gibt jedoch mehre­re bewähr­te Verfah­ren, die sich für viele als effek­tiv erwie­sen haben.

  • Veran­stal­te Events, die für dieje­ni­gen spannend sind, die du für deine Commu­ni­ty gewin­nen möchtest
  • Nutze Online-Kanäle wie Social Media, um auf deine Gemein­schaft aufmerk­sam zu machen
  • Baue eine Mailing-List mit Inter­es­sier­ten auf und ziehe diese über zusätz­li­chen Mehrwert – wie etwa Newslet­ter, Probe­pa­ke­te etc. an
  • Gehe Partner­schaf­ten mit Gleich­ge­sinn­ten ein
  • Profi­tie­re von Refer­rals (Empfeh­lun­gen)

Egal, wofür du dich entschei­dest – nutze die bestehen­de Commu­ni­ty als Multi­pli­ka­tor. Deine schon bestehen­den Gemein­schafts­mit­glie­der sind der beste Weg, um weite­re Mitglie­der deiner Zielgrup­pe anzuspre­chen – ob Kolleg*innen oder Kund*innen. Wenn du deiner Gemein­schaft bisher einen hohen Nutzen gelie­fert hast und weiter­hin lieferst, wird deine Commu­ni­ty sich freuen, dir beim Wachsen zu helfen. Denn im zweiten Schritt hilft es ihnen ja auch. Es wird ihnen Freude berei­ten, zum Errei­chen eurer geteil­ten Missi­on beizu­tra­gen. Deine bestehen­den Mitglie­der können nicht nur Wachs­tum der Commu­ni­ty auf ein neues Level bringen, sondern dich auch darin unter­stüt­zen, die richti­gen Botschaf­ten für zukünf­ti­ge Mitglie­der zu formulieren.

Pro-Tipp: Überle­ge dir, welche Verfah­ren du für das Wachsen deiner Gemein­schaft nutzen möchtest und binde deine bestehen­den Commu­ni­ty-Mitglie­der in diesen Skalie­rungs­pro­zess mit ein.

Die Fünf Schrit­te am Beispiel des Impact-Hubs Hamburg

Sosehr wir Anlei­tun­gen für die Errei­chung unserer Ziele schät­zen und brauchen, am besten lernen wir von konkre­ten Beispie­len und Vorbil­dern, an denen wir uns orien­tie­ren können.

Als Impact Hub Hamburg freuen wir uns, wenn wir das sein können. Am Anfang standen nur unser Gründungs­team, viele Ideen und noch mehr Heraus­for­de­run­gen. Zwei Jahre später können wir auf eine starke Commu­ni­ty von sinnori­en­tier­ten, nachhal­ti­gen Gründer*innen, Start-ups, Unter­neh­men und Selbst­stän­di­gen blicken, die stetig weiter wächst. Und mit der Commu­ni­ty wächst auch unser Impact Hub als Unternehmen.

Wie sind wir dahin gekommen?

  • Wir haben uns auf eine Nische konzen­triert, in der wir den Bedarf für unser Wirken gesehen haben: Menschen und Organi­sa­tio­nen, die in Hamburg mit ihrer wirtschaft­li­chen Tätig­keit zu der Errei­chung der Nachhal­tig­keits­zie­le beitra­gen wollen.
  • Durch den Fokus auf die Nachhal­tig­keits­zie­le hatten wir von Beginn an eine beson­de­re Exklu­si­vi­tät – und gleich­zei­tig Richt­li­ni­en, die unserer Commu­ni­ty einen Rahmen zum Inter­agie­ren gegeben haben. Wir sind eine Gemein­schaft der „Hub Sailors“, die sich an das Abenteu­er Impact wagen, was sich auch in unserer Kommu­ni­ka­ti­on widerspiegelt.
  • Dieser Rahmen hat es uns erlaubt, einen siche­ren Ort, einen sog. „Safe Space“ für Austausch zwischen den Mitglie­dern zu schaf­fen. Durch die gemein­sa­me Orien­tie­rung wie auch durch das Schaf­fen geeig­ne­ter Forma­te konnten und können wir Kolla­bo­ra­ti­on und Hilfs­be­reit­schaft fördern, die unseren Mitglie­dern einen zusätz­li­chen Mehrwert bietet und dafür sorgen, dass sie sich bei uns gut aufge­ho­ben fühlen.
  • Gleich­zei­tig sorgen wir mit den regel­mä­ßi­gen Forma­ten für die Etablie­rung von Gewohn­hei­ten, die einen steti­gen Mehrwert für die Commu­ni­ty bieten können.
  • Wir sehen uns als „Enabler“, die Vernet­zun­gen zwischen Menschen und Organi­sa­tio­nen schaf­fen. Somit nutzen wir die Kraft der Gemein­schaft, anstatt zu versu­chen, alles selbst kontrol­lie­ren zu wollen. Wir haben verstan­den, dass Wandel nur kolla­bo­ra­tiv gesche­hen kann und wir als Unter­neh­men nie so schlau sein können wie unsere Commu­ni­ty. Durch die Vernet­zun­gen, die wir ermög­li­chen, bieten wir zusätz­li­chen Wert für unsere Commu­ni­ty-Mitglie­der. Und nicht nur das: In dem wir unsere Mitglie­der befähi­gen, ihnen Vertrau­en schen­ken und auf Augen­hö­he begeg­nen, können wir auch neue Forma­te und unter­neh­me­ri­sche Möglich­kei­ten für unseren Hub finden, die ohne das Abgeben von Kontrol­le an die Commu­ni­ty nie hätten gesche­hen können.

All diesen Schrit­ten liegt der Mut zum steti­gen Feedback zugrun­de und das Wissen, dass Zuhören die wichtigs­te Grund­la­ge für erfolg­rei­ches Commu­ni­ty-Building ist.

Deine Zeit für Communitybuilding

Das Aufbau­en einer Gemein­schaft in deinem Unter­neh­men lohnt sich, indem du starke Bezie­hun­gen aufbaust, die das Errei­chen eines gemein­sa­men Ziels ermög­li­chen. Du kannst einen Rahmen schaf­fen, in welchem sich deine Commu­ni­ty-Mitglie­der gegen­sei­tig Mehrwert bieten und dir gleich­zei­tig bei deiner Skalie­rung helfen – du musst es nur zulassen.

Wie kannst du anfangen?

Sprich noch heute mit zwei deiner engagier­tes­ten Kolleg*innen, Kund*innen oder Leser*innen und frage sie, ob es sich für sie lohnen würde, mitein­an­der zu inter­agie­ren. Mach ein Intro und sieh, was dabei heraus­kommt. Sei aufmerk­sam und höre zu.

Mache den ersten kleinen Schritt. Worauf wartest du? Werde Community-Builder*in!

Impact Hub Hamburg

Der Impact Hub Hamburg ist Co-Working Space und Heimat für Impact Entrepreneurship in der Hansestadt. Er unterstützt seine Mitglieder aktiv dabei ihre Potenziale zu entfalten. Durch Gemeinschaft, Unternehmertum und Innovation wird so positiver Wandel von der Hafenstadt in die Welt gebracht.

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